5. Juli 2020

Mikroabenteuer 2020

Mikroabenteuer

Mikroabenteuer erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. In Zeitschriften, Videobeiträgen oder in Social-Media Beiträgen lese und höre ich immer häufiger von Menschen, die sich aufmachen, um mit Hilfe von kleinen Abenteuern eine Ablenkung zum Alltag zu schaffen. Aber was genau sind diese Abenteuer überhaupt? Wie können sie aussehen? Woher stammt der Begriff und was brauche ich überhaupt, um ein Mikroabenteuer zu starten?

Mikroabenteuer? Anfang der 90er. Spätsommer. Ein wunderschöner Tag im August. Die Sonne scheint, der Himmel erstrahlt in seinem schönsten blau. Es ist warm, aber nicht zu heiß. Die Felder hinter dem Hof meiner Eltern sind zum größten Teil abgeerntet. Ich war ungefähr zehn Jahre alt und entschloss mich an jenem Tag, mal wieder ohne Plan über Land zu laufen. Unser alter Familienhund Zenta, eine schwarze Mischlingshündin begleitet mich. Für mich waren diese kleinen Wanderungen, bei denen es die Regel gab, Straßen höchstens zu überqueren, immer wieder spannende Abenteuer. Und vielleicht waren genau diese Wanderungen meine ersten Mikroabenteuer, ohne je etwas von dem Begriff und seiner Definition gehört zu haben.

Mikroabenteuer erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. In Zeitschriften, Videobeiträgen oder in Social-Media Beiträgen lese und höre ich immer häufiger von Menschen, die sich aufmachen, um mit Hilfe von kleinen Abenteuern eine Ablenkung zum Alltag zu schaffen. Aber was genau sind diese Abenteuer überhaupt? Wie können sie aussehen? Woher stammt der Begriff und was brauche ich überhaupt, um ein Mikroabenteuer zu starten?   

Was ist eigentlich ein Mikroabenteuer?

Die meisten von uns haben einen gewöhnlichen Alltag. Die Abläufe sind oft identisch und wir haben Routinen, an denen wir jeden Tag festhalten. Manche Tage sind vielleicht langweilig, manche stressig und doch sind sie im Kern immer gleich. Und deshalb macht es Sinn, aus diesen Mustern auszubrechen, einen Tapetenwechsel zu bekommen und kleine Schritte raus aus dem Alltag zu unternehmen. Eine gute Möglichkeit, genau dieses zu tun, sind die sogenannten Mikroabenteuer. Sie machen den Kopf frei, helfen Dir dabei durchzuatmen und sorgen dafür, dass Du etwas machst, was Du vielleicht sonst nie machst: Etwas ganz Neues.

Mikroabenteuer sind Outdoor-Unternehmungen die einfach, kurz, kostengünstig und dennoch spannend, aufregend, manchmal lustig, herausfordern, frisch und vor allem bereichernd sind. Sie sind vielleicht die einfachste Möglichkeit, Abenteuer im Alltag zu erleben, ohne dafür weite Reisen auf sich nehmen zu müssen. Eine großartige Planung ist nicht nötig, Du brauchst nicht viele Informationen und die einzige Frage, die Du Dir stellen musst lautet: Warum eigentlich starte ich eigentlich nicht heute?     

Wer hat den Begriff geprägt?

Geprägt wurde der Begriff durch den britischen Abenteurer Alastair Humphreys. Dieser veröffentlichte im Jahr 2014 das Buch Microadventures und legte damit den Grundstein für eine Idee, von der mittlerweile tausende Menschen begeistert sind. Der Grundgedanke für die Veröffentlichung war, dass Humphreys zeigen wollte, das Abenteuer nicht nur etwas für Abenteurer sind und dass jeder, der möchte, ein kleines Abenteuer erleben kann. Er geht so weit, dass er sagt, dass je stressiger das Arbeitsleben ist, desto essenzieller werden Mikroabenteuer für das eigene Leben.

Humphreys möchte mit dieser Idee eine Sache vermitteln: Es ist nicht wichtig, mit dem Rucksack durch z.B. Indien zu wandern, um ein Abenteuer zu erleben. Er sagt, dass wir diese auch mit wenig Zeit, Geld, Erfahrung oder Equipment erfahren können. Direkt vor der eigenen Haustür. Des Weiteren vertritt er die Meinung, dass wir zu viel und zu ineffizient arbeiten. In einem Interview mit dem GEO Magazin formulierte er es in etwa so: „Anstatt uns zu bewegen, schauen wir uns bescheuerte Katzenvideos auf unserem Smartphone an. Und der Urmensch, der sich in unser aller Körper noch befindet, schreit „das bringt mich um“.     

Was brauche ich, um ein Mikroabenteuer zu starten?

Mut. Motivation und Lust. Im Grunde war es das schon, denn um ein solches Abenteuer zu erleben, bedarf es nicht viel. Vielleicht ist ein Rucksack ratsam, in dem Du etwas zu trinken und zu essen verstauen kannst. Vielleicht etwas Wechselkleidung. Ein Pullover. Eine Jacke. Nichts besonders. Du brauchst kein großes Equipment, keine teure Ausrüstung.

Allerdings gibt es – wie so oft im Leben – einige Regeln, die Du beachten solltest, um ein wirkliches Abenteuer erleben zu können. Diese sind aber so simpel und relativ einfach, dass es kein Problem sein sollte, diese einzuhalten.  

  • Nur öffentliche Verkehrsmittel nutzen (kein Auto, kein Flugzeug)
  • Draußen übernachten (ohne Zelt)
  • Insgesamt maximal 72 Stunden unterwegs sein
  • Alles wieder so verlassen, wie man es vorgefunden hat

Buchempfehlung zum Thema

Vielleicht bist Du ja ein Mensch, der sich in gewissen Themen zunächst einmal belesen möchte. Das kann ich gut verstehen, denn ich ticke ähnlich. Allerdings bin ich jemand, der selten Bedienungsanleitungen liest, sondern am besten durch ausprobieren lernt. Nichts desto trotz habe ich zum Thema für Deine Buchempfehlung. Und zwar empfehle ich Dir ein Buch, dass ich natürlich auch selbst gelesen habe. Es heißt Mikroabenteuer und stammt aus der Feder von Christo Foerster. Christo Foerster ist der ehemalige Sportchef der Zeitschrift Fit for Fun und Chefredakteur der Zeitschrift Men´s Fitness.  

Und dieser Mann hat – ich glaube, es war 2018 – das Buch „Mikroabenteuer“ geschrieben. In diesem findest Du jede Menge Ideen, Tipps und Hinweise, wie Du Dein persönliches, kleines Abenteuer gestalten kannst und worauf Du achten solltest. Egal, ob Du mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln Deinen Ausbruch aus dem Alltag antreten möchtest, hier findest Du ganz bestimmt Inspirationen.  

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